Review

Reviews 8.0

PERIPHERY

III: Select Difficulty

Ausgabe: RH 351

Century Media/Sony (64:04)
Viele andere progressive Metalbands werden mit den Jahren immer relaxter, PERIPHERY hingegen eröffnen ihr fünftes, wegen des Außer-der-Reihe-Doppelschlags „Juggernaut: Alpha/Omega“ unter der bandinternen Katalognummer drei firmierendes neues Album mit zwei der brutalsten Songs ihrer Karriere. ´The Price Is Wrong´ und ´Motormouth´ sind ultrabrachiale, teils in Slipknot/Korn-Irrsinn ausartende Djent/Mathcore-Abrissbirnen, die technisch beeindrucken, im Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen der Maryland-Frickler aber weitestgehend ohne unter die Haut gehende Emotionen auskommen - zu viele sterile Computerspiel-Materialschlachten, zu wenig echtes Leben. Danach folgt mit ´Marigold´ eine phänomenale Überhymne, bevor sich die Band mehr oder weniger zwischen beiden Extremen einpendelt. Wenn´s heftig wird, dann so richtig, und wenn man mehrheitsfähige Melodien auspackt, dann manchmal mit einem fast schon zu poppigen Modern-Rock/Metal-Touch à la Bullet For My Valentine und Konsorten. Weitere kompositorische Sensationen bleiben aus, unterm Strich hat „III“ aber genügend Substanz, um ´ne knappe Acht zu rechtfertigen. Beim nächsten Mal aber trotzdem bitte wieder mehr atmosphärische Geschlossenheit wie auf „Juggernaut“.

Autor:
Michael Rensen
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