Review

Reviews 8.0

PARKWAY DRIVE

Atlas

Ausgabe: RH 307

Epitaph/Indigo (48:05)

Sänger Winston McCall sagte mal, man fühle sich der Hardcore-Szene zugehörig und habe mit Metal nie viel am Hut gehabt. Dafür klingt „Atlas" wieder verdächtig metallisch. PARKWAY DRIVE versuchen von Beginn ihrer Karriere an, schablonenhaftem Gedudel, ödem Chugga-Chugga und Plastikproduktionen aus dem Weg zu gehen. So ist auch auf der neuen Scheibe die Dynamik wesentlich größer als bei Metalcore-Stangenware, wenngleich man nicht völlig ohne den Setzkasten auskommt. Aus dem stammen Gesang, melodisches Gitarrenspiel und Breakdowns, im Weiteren wird dann aber mutig drauflos musiziert. Die Gangshouts in ´Wild Eyes´, cleane Rock-Licks allerorten, brutale Blasts und Thrash-Gerupfe, den streichergepimpten Postrock des Titelsongs oder weiblichen Gesang (´The River´) muss man sich in der Kombination erst mal trauen und dann noch sinnfällig verbinden. Man möchte fast sagen, PARKWAY DRIVE liefern hier die Daseinsberechtigung eines ganzen ansonsten oft redundanten Genres.

Autor:
Hendrik Lukas
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