Review

Reviews 7.5
Heavy Metal

PARAGON

Controlled Demolition

Label: Massacre/Soulfood
Dauer: 50:16
Ausgabe: RH 384

Teutonen-Power, wie sie im Buche steht: PARAGON, beheimatet im schönen Hamburg, zocken ihren Power- und Speed Metal seit beinahe 30 Jahren so, wie er in Deutschland Tradition hat - also pfeilschnell, ohne Keyboards, mit ordentlich viel Doublebass, im besten Sinne klischeebeladenen Texten und generell Eiern aus Stahl. Das zwölfte Album der Truppe, bei der sich das Besetzungskarussell nach der Veröffentlichung von „Hell Beyond Hell“ wieder mal (auch dafür sind PARAGON bekannt) gedreht hat, bietet Futter für Fans von Truppen wie Iron Savior, Accept oder alten Grave Digger. Wer diese Art von Heavy Metal mag, weiß, was er zu tun hat - und wer nicht, der im Grunde auch. Bang that head that doesn´t bang!


3 Fragen an PARAGON-Bassist Jan Bünning:

Jan, nach der Veröffentlichung von „Hell Beyond Hell“ hat sich das PARAGON-Besetzungskarussell erneut gedreht, und Gitarrist Günter Kruse ist nach siebenjähriger Pause wieder eingestiegen. Wie kam es dazu?

»Kurz bevor wir für „Hell Beyond Hell“ ins Studio wollten, hat uns unser damaliger Gitarrist Wolfgang Tewes verlassen. Der Ausstieg kam recht überraschend und hat uns nicht nur vor das Problem gestellt, auf ein paar Songs verzichten zu müssen, sondern natürlich auch schnell Ersatz für Aufnahmen und Shows zu brauchen. Der Kontakt zu Bandgründer Martin war nie wirklich abgerissen, PARAGON sind ja auch sein Baby. Er hat dann sehr kurzfristig im Studio und sogar als Songwriter für einen Track ausgeholfen. Leider war es ihm aufgrund von anderen Verpflichtungen nicht möglich, Shows mit uns zu spielen. Deswegen war kurz nach den Aufnahmen schon Günny für die Auftritte am Start. Jetzt ist er wieder permanent dabei.«

Über die Jahre wart ihr fast alle - also Günny, Martin und du - mal weg, seid aber letzten Endes doch wieder bei der Band gelandet. Woher kommt die Anziehungskraft, die euch alle zurück ins Boot geholt hat?

»Eine Band ist ja so was wie eine Beziehung mit vielen Leuten, in unserem Fall mit fünf Partnern. Da gibt es immer persönliche oder auch künstlerische Gründe, die dazu führen, dass man getrennte Wege geht. Allerdings ist der Pool von Musikern in Hamburg recht überschaubar, der unsere Songs spielen kann und auch Bock darauf hat und dann auch noch menschlich gut in die Band passt. Ich war zwar für eine kurze Zeit mit den anderen zerstritten, aber insgesamt sind wir wie eine große Familie. Man freut sich immer, wenn man sich wiedersieht. Im Grunde haben wir zurzeit sechs Leute in der Band: Günny spielt alle Shows, Martin kümmert sich nach wie vor um Songwriting und Recording. Die Chemie ist besser als früher.«

2020 können PARAGON ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Habt ihr schon konkrete Pläne für diesen freudigen Anlass?

Er lacht: »Das war schon mit dem 25-jährigen Jubiläum schwierig, da haben wir „Law Of The Blade“ in voller Länge gespielt und auch ein paar Gäste eingeladen. Wir sollten vielleicht schon mal mit der Planung anfangen, einen Saal mieten und ein paar Gäste einladen. Ich denke, dass wir auf alle Fälle etwas in Hamburg machen werden.«

Autor:
Jens Peters
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