Review

Reviews 8.5

PAIN

Pain

Ausgabe: RH 118

Meine Güte, Tägtgren! Wieso erst jetzt? Was du hier unter dem Namen PAIN ablieferst, ist Weltklasse! Zwar mag ich deine Hypocrisy, aber uneingeschränkt spitze finde ich keine von deren Platten. Und The Abyss sind zwar unterhaltsam, aber es gibt halt geileren Black Metal-Stoff. Bei PAIN vereint Peter Tägtgren sein "Hauptfach" Death/Thrash Metal mit der innovativen Moderne: Industrial Metal. Das Ergebnis ist ein ultrahartes, futuristisches Album, das Parallelen zu Fear Factory, Lost Souls, Strapping Young Lad, (etwas) Killing Joke und in puncto Hitpotential auch Shotgun Messiah (sträflich unterbewertet, dann aufgelöst und jetzt unter dem Namen Skold aktiv) zuläßt. Zum sphärischen Sound paßt es ganz vortrefflich, daß Tägtgren Mut zur Stimme, zum Singen zeigt. Und das gelingt ihm glänzend. Apropos Hitpotential: Geht es euch auch so, daß ihr zu Songs, die ihr so richtig mega findet, liebend gern im Tanztempel abhotten möchtet, der DJ-Holzroller das Zeux jedoch nie auflegt? PAINs 'On Your Knees (Again)' und 'Don't Let Me Down' gehören zu dieser Sorte von Schmetterstoff. Für mich ist das mit 35 Minuten leider zu kurz geratene Album bereits jetzt eines der Highlights des Jahres.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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