Review

Reviews 8.0

PAIN OF SALVATION

Road Salt Two

Ausgabe: RH 293

PAIN OF SALVATION wären nicht PAIN OF SALVATION, würden sie ihrem beeindruckenden musikalischen Erbe nicht mit jeder neuen Veröffentlichung eine neue überraschende Wendung hinzufügen. Mit der radikalen Neujustierung auf „Road Salt One“ (2010) stieß man jedoch nicht überall auf Begeisterung. Es dürfte wenig überraschend sein, dass man das Konzept auch auf dem Zwillingsalbum „Road Salt Two“, das in Sachen Melodie und Songwriting eindeutig die Nase vorn hat, fortsetzt. Der harsche Metal-Bombast von „Scarsick“ hat auch hier knarzig-warmen Siebziger-Vibes (´Conditioned´) Platz gemacht. Psychedelic-Collagen haben Einzug gehalten, und die wohlig-warme Orchestrierung (erinnert an Ennio Morricone) setzt schöne Akzente. Unterm Strich steht ein raues und ehrliches Album voller Emotionen, doch ob der eingeschlagene Weg für PAIN OF SALVATION der Weisheit letzter Schluss ist, wird sich wohl erst in ein paar Jahren beantworten lassen. Eines ist sicher: Daniel Gildenlöw (dessen Gesangsleistung einmal mehr alles überstrahlt) hat sich und seine Band wieder mal neu erfunden. Das Abenteuer geht weiter.

Autor:
Mike Borrink
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