Review

Reviews 7.0

PAIN OF SALVATION

Road Salt One

Ausgabe: RH 277

InsideOut/EMI (51:45)

Deutete die brillante „Linoleum“-EP bereits an, dass sich PAIN OF SALVATION aktuell von den Siebzigern inspirieren lassen, dürfte die „Road Salt One“-Eröffnung ´No Way´ mit schleppendem Rock-Piano-Groove und einer extrem bassarmen Vintage-Produktion selbst kühnere Erwartungen übertreffen. Das monotone ´She Likes To Hide´ geht gar noch weiter und verdeutlicht beispielhaft eine große Schwäche dieses Albums: Angestaubte Blues- und Rock-Klischees werden nicht spannender, nur weil PAIN OF SALVATION sich ihrer noch nie bedient haben. „Road Salt One“ fehlt außerdem, was „Linoleum“ so herausragend machte: schlüssige Rocksongs mit großen Melodien. Zwar berauscht das marschierende ´Sisters´ ebenso wie der balladeske Titelsong, von den wenigen härteren Stücken überzeugt neben dem bekannten ´Linoleum´ jedoch nur ´Darkness Of Mine´ mit seinem harschen Refrain. Allzu vieles, etwa ´Of Dust´ oder der Walzer ´Sleeping Under The Stars´, wirkt bei aller kompositorischen Klasse gimmickhaft, während die sperrigen ´Innocence´ und ´Where It Hurts´ nur dank Daniel Gildenlöws fabelhaftem Gesang überhaupt erträglich sind.

„Road Salt One“ hat fantastische Momente, wird dem Versprechen, das PAIN OF SALVATION mit „Linoleum“ selbst gegeben haben, jedoch nicht gerecht.

Autor:
Tobias Blum
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