Review

Reviews 8,5
Progressive

PAIN OF SALVATION

Panther

Label: InsideOut/Sony
Dauer: 53:29
Erscheinungsdatum: 28.08.2020
Ausgabe: RH 399

Alben von PAIN OF SALVATION waren immer auch tiefe Einblicke in das Leben und den Geist ihres Frontmanns und Bandleaders Daniel Gildenlöw. Auf „Panther“ nun setzt sich er sich mit der eigenen Psyche auseinander und, daran anknüpfend, dem Aufeinandertreffen von Individuen mit all ihren Eigenheiten und einer oftmals normierten Welt. Ein komplexes Thema, das sich in einem komplexen Album widerspiegelt. So mag es eine möglicherweise schlechte Nachricht sein, dass sich auf „Panther“ weit und breit kein offensichtlicher Hit wie 'Meaningless' findet. Am ehesten noch 'Wait' mit seiner unendlich schönen, fragil klingenden Melodie, die in der Form niemand anderes so hinbekommt. 'Accelerator' hingegen verfügt über einen massiven Groove in den Strophen, ähnlich wie das extrem dichte, finstere 'Unfuture'; beide allerdings besitzen Refrains, deren Widerhaken entdeckt werden wollen. 'Icon' ist ein anderes Beispiel: Der Song nimmt einen mit auf eine 13-minütige Reise, an deren Ende keine Auflösung, keine Konklusion steht, sondern minutenlange, dunkle Heaviness. Manches wirkt derart persönlich, dass das Nachvollziehen schwer fällt, etwa die gelegentlich bis zum Bersten vollgepackten Arrangements oder die sperrige Wut von 'Species'. Nichtsdestoweniger ist „Panther“ eine wertvolle Bereicherung der Diskografie dieser großartigen Band und einer jeden Sammlung genuin anspruchsvoller, intensiver und progressiver Alben.

Autor:
Tobias Blum
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