Review

Reviews 7.5

PAIN

Nothing Remains The Same

Ausgabe: RH 182

Peter Tägtgrens liebstes Steckenpferd geht mit ?Nothing Remains The Same? in die dritte Runde. Zwar hat der schwedische Muster-Workaholic nach ein paar unterdurchschnittlichen Live-Darbietungen mit PAIN sehr am eigenen Ruf gekratzt, doch ist die Mischung Rammstein meets Abba meets Teenie-Chartbreaker meets rotzige Gitarren nach wie vor sehr unterhaltsam. Ob das jedoch die sträfliche Vernachlässigung von Hypocrisy rechtfertigt (das letzte Album war bestenfalls halbfertig!), sei heftig in Frage gestellt. Noch dazu, wo dieses Mal die unentrinnbaren Hooks und Ohrwürmer vom ´Suicide Machine´- und ´End Of The Line´-Kaliber fehlen.

Auf der Habenseite stehen das cool groovende ´Just Hate Me´, bei dem Tägtgren mit Britney ?Dumpfbacke? Spears-Produzent Max Martin zusammengearbeitet hat, und das hypnotisch melancholische ´Expelled´ mit seinen interessanten Harmonien, die förmlich nach einem Remix im Hypocrisy-Format schreien. Gänzlich in die Hose ist die Beatles-Bearbeitung ´Eleanor Rigby´ gegangen, die auch von einem Kammerorchester nicht gerettet werden konnte. Da bleibe ich doch lieber beim Original.

Wer schon seit Februar oder März im Besitz einer schwedischen Ausgabe von ?Nothing Remains The Same? ist, dem werden jetzt noch ein Mpeg-Video und drei Bonus-Tracks geboten, von denen vor allem das psychedelische ´Hate Me´ den Zweitkauf schmackhaft macht. Als Endergebnis sind also drei überdurchschnittliche Tracks, ein Totalausfall und viel Meterware zu vermerken. Diese Statistik ist bei ?The Rebirth? noch viel positiver ausgefallen, was unserem Lieblings-Peter doch ein wenig zu denken geben und Anstoß zur ungeteilten Hingabe an seine Todesblei-Roots sein sollte.

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