Review

Reviews 9.0

PAIN

Dancing With The Dead

Dauer: 47:27
Ausgabe: RH 215

Bei den letzten beiden PAIN-Scheiben basierte das Songwriting auf Synthie-Grooves, während Peter Tägtgren auf „Dancing With The Dead“ ausschließlich mit der Gitarre komponierte. Und das hört man. Das neue Album ist bissiger und roher als seine Vorgänger. Ein Song wie ´A Good Day To Die´ könnte - ein wenig anders produziert - auch gut auf einer Hypocrisy-Platte stehen.

Andererseits hat „Dancing With The Dead“ dadurch nichts von seinem Chartpotenzial eingebüßt, denn Meister Tägtgren hat das Gros der Songs wieder mit mehrheitsfähigen Melodien ausgestattet, die dir schon nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Die erste Single ´Same Old Song´ hat beispielsweise etwas Hymnenhaftes an sich. Auch ´Nothing´, ´Not Afraid To Die´ oder ´My Misery´ werden in den einschlägigen Clubs garantiert für volle Tanzflächen sorgen. Bei ´Tear It Up´ hat Tägtgren sogar mit leichten HipHop-Beats gearbeitet, und trotzdem klingt das Stück ganz und gar nicht cheesy, weil die Gitarren nie die Kontrolle verlieren.

Somit ist „Dancing With Dead“ auf gar keinen Fall eine Mischung aus Techno und Metal (was PAIN ja ursprünglich mal sein sollten), sondern schlicht und ergreifend ein perfekt produziertes, modernes Metalalbum. Und ein verdammt gutes noch dazu!

Autor:
Frank Albrecht
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