Review

Reviews 9.0

OVERKILL

W.F.O.

Ausgabe: RH 87

Nicht wenige wollten New Yorks Aushängeschild in Sachen Thrash nach dem eher durchwachsenen, wenn auch nicht wirklich schlechten 'I Hear Black'-Album schon abschreiben, aber mit 'W.F.O' meldet sich das Quintett eindrucksvoll zurück. Bereits nach erstmaligem Durchlauf ist deutlich zu merken, daß die Band zu ihrer ursprünglichen Kompromißlosigkeit zurückgefunden hat und zudem einige neue - und diesmal besser ins Gesamtkonzept passende - Einflüsse eingestreut hat. Blitz und Co. scheinen die Zeitmaschine bemüht zu haben, denn bereits der brutale Opener 'Where It Hurts' klingt trotz zeitgemäßer Produktion so, als ob er für das legendäre Debüt 'Feel The Fire' geschrieben worden wäre. Am Anfang also gleich ein echtes Aha-Erlebnis, und derer gibt es im Verlauf des Albums mit Tracks wie 'What's Your Problem', 'Supersonic Hate' oder 'Fast Junkie' noch eine ganze Menge. Aber keine Angst, bei aller Rückbesinnung auf die alten Tugenden klingen die New Yorker absolut zeitgemäß, haben vor allem die Gitarrenarbeit abwechslungsreicher denn je gestalten können, eine Unmenge origineller Riffs geschrieben und Blitz endlich wieder dazu gebracht, 'richtig' aggressiv zu singen. Hut ab vor einer Band, die seit jeher synonym für schweißtreibende Liveshows steht, schon mehrere Scheiben mit Klassikerstatus veröffentlicht hat und nun hoffentlich vom Erfolg diverser Bands des harten Genres profitieren wird. Verdient hätten sie es ohne jede Frage, und da die Kontinuität, mit der OVERKILL nun schon seit Jahren unbeeindruckt von irgendwelchen Trends ihr Ding durchziehen, belohnt werden muß, verteile ich neun Punkte. Schade, daß es nicht mehr Thrash-Bands dieses Kalibers gibt.

Autor:
Thomas Kupfer

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