Review

Reviews 9.5

OVERKILL

The Killing Kind

Ausgabe: RH 105

So stark waren Overkill seit 'Under The Influence' nicht mehr - und diese Scheibe liegt acht Jahre zurück! Nicht, daß die Band in der Zwischenzeit schwaches Material abgeliefert hätte - aber einen solchen Kracher wie 'The Killing Kind' konnte man trotz der OVERKILL-typischen Verläßlichkeit nicht unbedingt erwarten. Der Line-up-Wechsel (neu dabei ist das Gitarrenduo Joe Comeau/ Sebastian Marino) hat der Band hörbar gutgetan, denn gerade die fetten, von zahlreichen Weltklasse-Breaks durchsetzten Gitarren sind es, die sofort zünden und Kracher wie den Opener 'The Battle' (eine wahre Rifforgie), 'Walking Godlike' (ein Hochgeschwindigkeitsthrasher mit typischer OVERKILL-Hookline), 'The Cleansing' (Midtempo-Granate mit originellem Kanon am Schluß) oder 'Pagan Stomp' (schleppender, wuchtiger Stampfer) zu absoluten Volltreffern machen. Auch das Schlagzeug/ Bass-Fundament kommt dank der glasklaren, harten Produktion optimal zur Geltung (nachzuhören u.a. beim tollen Instrumental 'Feeding Frenzy') - und Sänger Blitz beweist in der Queen-artigen Bombastballade 'The Morning After' (mit tragendem Piano) oder im doomigen Epic 'Burn You Down', daß er nicht nur als wütender Schreihals einzigartig ist. Mit der 'The Killing Kind' haben OVERKILL ihre Vormachtstellung im Power Metal/ Thrash-Sektor einmal mehr untermauert und gezeigt, daß sie ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft haben. Solange es Bands dieses Kalibers gibt, die auch 1996 noch so frisch wie am Anfang ihrer Karriere klingen, ist die Metal-Welt in Ordnung!

Autor:
Götz Kühnemund

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