Review

Reviews 8.5

OVERKILL

Necroshine

Ausgabe: RH 142

Daß die New Yorker Thrash-Posse auch im 19. Jahr des Bestehens ihr kreatives Pulver noch lange nicht verschossen hat, beweisen die in die Jahre gekommenen Burschen um die unlängst von einem Nasenkarzinom genesene Frontsirene Bobby "Blitz" Ellsworth auf ihrem neuen Album mit gebührendem Nachdruck. So feuern OVERKILL auf Studio-Langeisen Nummer zehn sämtlichen Trends zum Trotze dermaßen rabiat aus sämtlichen Rohren, daß zärter besaiteten Zeitgenossen schon während des ultraheftig hämmernden Openers 'Necroshine' Hören und Sehen vergehen dürfte. Verpackt haben die alten Spezis von Götz und Zompf ihre neuen, meist pfeilschnell nach vorne losgehenden Tracks in ein zeitgemäßes, fast modern anmutendes stählernes Soundgewand, weshalb - ähnlich wie bei den letzten Releases von Anthrax und Grip Inc. - sowohl traditionsbewußte Old-School-Härtner als auch Freunde kalter, neo-thrashiger Klänge à la Fear Factory, Machine Head und Konsorten auf ihre Kosten kommen dürften. Zumal der urwüchsig-markante Gesang von Blitz (der in dem Song 'Revelation' mit seiner werten Schwester Mary übrigens ein kesses Gesangsduett aufs Parkett legt) selten besser klang. Auch die einen mörderischen Groove fabrizierende Rhythmusfraktion Verni/Mallare und das Killerriffs en masse aus dem Ärmel schüttelnde Klampfenduo Marino/Comeau gehören zum Besten, was der Thrash Metal derzeit zu bieten hat. Da die Kapelle mit dem eingangs erwähnten Titelsong, der arschgeilen Hochgeschwindigkeitsgranate 'Black Line', dem kolossal groovenden 'My December' oder dem abwechslungsreichen 'Let Us Prey' zudem noch eine ganze Latte superber Stücke auf der Pfanne hat, führt auch am neuesten Produkt aus dem Hause OVERKILL kein Weg vorbei.

Autor:
Buffo Schnädelbach

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