Review

Reviews 8.5

OVERKILL

Horrorscope

Ausgabe: RH 54

Anfangs war ich ja zugegebenermaßen etwas enttäuscht vom neuen OVERKILL-Album, was in erster Linie daran liegt, daß ich mich als eingeschworener Fan der Band erst an die neue Gilarrensektion gewöhnen mußte. Wo vorher Bobby Gustafson alleine für genügend Dampf sorgte, sind jetzt mit Rob Cannavino und Merritt Gant gleich zwei Axemen zur Stelle, die sich zwar redlich bemühen, den typischen OVERKILL-Sound nicht zu verändern, letztlich aber doch für ein paar Neuerungen sorgen. So klingen Blitz & Co. auf "Horrorscope" deutlich thrashiger als auf den Vorgängeralben, und Hymnen wie 'In Union' sucht man zunächst vergebens. Erst nach mehrmaligem Durchlauf sind echte Highlights auszumachen, die dann allerdings lange ihren Reiz behalten und sich kaum abnutzen. Das abschließende 'Soulatude' mit seiner originellen Struktur ist ein solcher Knaller, der durchaus in die Reihe alter OVERKILL-Klassiker paßt. Auch 'Live Young Die Free' und 'Nice Day For A Funeral', die inhaltlich mit 'Soulatude' verbunden sind, mausern sich zu echten Hits, wie man sie von einer Band wie OVERKILL erwartet. Hat man sich also erstmal an "Horrorscope" gewöhnt, erkennt man die eigentliche Klasse dieser Scheibe, die allerdings nicht an "Feel The Fire" oder "Taking Over" heranreicht. (8,5)

Autor:
Götz Kühnemund

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