Review

Reviews 8.5

OVERKILL

Bloodletting

Ausgabe: RH 162

Nein, einen Aderlass haben OVERKILL nicht erlitten, auch wenn sie uns das mit dem Titel ihres neuen Albums weismachen wollen. Okay, sie haben ihren Gitarristen Joe Comeau verloren, aber das haben sie sich letztlich selbst eingebrockt - und geschadet hat ihnen diese Trennung letztlich nicht, wie "Bloodletting" deutlich unterstreicht. Im Gegenteil: Auf ihrem mittlerweile elften regulären Studiowerk klingen sie für meinen Geschmack wieder frischer als zuletzt auf "Necroshine" oder dem nicht besonders zwingenden "Coverkill"-Scheibchen. Vielleicht liegt's ja daran, dass OVERKILL diesmal wieder mehr auf die Tube drücken und die Midtempo-Stücke in der Minderheit sind. Tracks wie 'Bleed Me' oder 'Death Comes Out To Play' sind jedenfalls reinrassige Old School-Thrasher, wie man sie von dem NY-Vierer schon lange nicht mehr gehört hat. Und Songs wie 'Thunderhead' oder 'Let It Burn' überzeugen nicht nur durch flottes Tempo, sondern eben auch mit ihren eingängigen Hooks, während 'I, Hurricane' mit Prong-mäßigen, gut nach vorne peitschenden Drum-Rhythmen aufwartet. Dazu kommt eine ziemlich hohe Quote bei den treffsicheren Riffs und ein schön fetter Gitarrensound, der ausnahmsweise mal den Bass in den Hintergrund drängt. Hat also Hand und Fuß. Wie eigentlich immer bei OVERKILL.

Autor:
Frank Albrecht

AMAZON EMPFEHLUNG

Interessante Artikel:


Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.