Review

Reviews 9.0

ORPHANED LAND

Mabool

Ausgabe: RH 202

(68:04)

Da hat sich aber jemand richtig doll Zeit gelassen. Die Israelis ORPHANED LAND sind nach sieben Jahren Funkstille zurückgekehrt, um mit „Mabool - The Story Of The Three Sons Of Seven“ ihren dritten Longplayer abzuliefern. Grob umrissen ist „Mabool“ eine facettenreiche arabische Metaloper mit opulenter musikalischer Ausstattung. Oper deswegen, weil gerade die Gesangsarrangements völlig unglaublich sind. Männergesang, Frauengesang, fette Chöre - vorgetragen in Englisch, Hebräisch, Arabisch und Latein - umgarnen die äußerst komplexen Riffansammlungen geradezu meisterlich. Kein Song gleicht dem anderen, vielmehr stellt die Platte ein Gesamtwerk mit zwölf ineinander verzahnten Einzelstücken dar. Ob metallisches Stahlgewitter oder arabisches Akustik-Gemetzel, ORPHANED LAND fühlen sich hörbar in jedem Metier zu Hause. Über 30 Gastmusiker haben sich die Burschen ins Studio geholt. Über zehn verschiedene Percussion-Sets verbrät allein der Drummer. Violine, Piano und Cello erklingen zusammen mit orientalischen Instrumenten wie Oud, Saz und Buzuki.

Besser waren auch Therion in ihren Glanztagen nicht. Mutiges, großes Kino!

Autor:
Volkmar Weber
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