Review

Reviews 8.5

ORPHANED LAND

El Norra Alila

Ausgabe: RH 113

Wie doch die Zeit vergeht. Schon zwei Jahre liegt die Veröffentlichung des Debüts "Sahara" von ORPHANED LAND (das verwaiste Land) zurück. Und mit der für unsere Hörgewohnheiten ungewöhnlichen Kombination aus Elementen der traditionellen Musik des Nahen Ostens und dem rauhen, europäischen Death Metal schaffte es der Fünfer auch diesmal wieder, sich ein Nischenplätzchen auf dem überfüllten Hartwurst-Markt zu sichern. In der seit dem Debüt verstrichenen Zeit konnte die Band ihren Stil verfeinern, hat mit viel Liebe zum Detail neue Songs geschrieben und diese aufwendig umgesetzt. Allein drei Monate werkelte man an der Endproduktion herum, doch das Resultat kann sich wirklich hören lassen. Die Einflüsse der jüdischen und arabischen Kultur bestimmen noch deutlicher als auf dem Erstling die Riffs und die Struktur der Stücke und verschmelzen nahtlos mit normalen, todesbleiernen Metal-Parts zu einem homogenen Ganzen. Vor allem die vielen zarten Keyboard-Sounds, die melancholischen Gitarrensoli, die gesangliche Variabilität und die Klänge orientalischer Instrumente, die eine fast märchenhafte Atmosphäre erzeugen, machen den Reiz des Albums aus, das ich jedem, der offen für Neues ist, nur empfehlen kann.

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