Review

Reviews 9.0

OPETH

Watershed

Ausgabe: RH 253

(55:02)

Wer gedacht hatte, auch mit dem prächtigen „Ghost Reveries“ hätten OPETH wieder mal das Ende ihrer kreativen Fahnenstange erreicht, muss sich schon wieder eines Besseren belehren lassen. Denn trotz zweier Umbesetzungen innerhalb der Band (am Schlagzeug ersetzt Martin „Axe“ Axenroth von Bloodbath Martin Lopez, und für Peter Lindgren greift Ex-Arch-Enemy-Gitarrist Fredrik Åkesson in die sechs Saiten) hat Mikael Åkerfeldt das Unmögliche möglich gemacht. „Watershed“ ist nicht nur mal eben das beste OPETH-Album aller Zeiten, sondern es stößt mit seiner musikalischen Vielfalt für die Band auch das Tor in völlig neue Dimensionen auf. Klar, auch „Ghost Reveries“ war schon abwechslungsreich, aber Mikaels neuerlicher Kreativsturm und die brillante musikalische Umsetzung seiner Visionen lassen den Vorgänger jetzt geradezu eindimensional erscheinen. Death Metal, Krautrock, Prog, Jazz und Psychedlic sind die Grundpfeiler dieses grandiosen und völlig abgefahrenen Musiktrips, der einen auch nach unzähligen Durchläufen noch fassungslos und geplättet zurücklässt. Brutale Doublebass-Attacken stehen neben traumhaften Akustikgitarren und Piano-Einschüben, höllische Growls kämpfen mit wunderschönen Gesangsmelodien den uralten Kampf zwischen Gut und Böse, und als besonderes i-Tüpfelchen hat Åkerfeldt für „Watershed“ seine wohl persönlichsten Texte überhaupt verfasst.

Ab jetzt ist für OPETH absolut alles möglich.

Autor:
Mike Borrink
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