Review

Reviews 6.0

OPETH

The Candlelight Years

Ausgabe: RH 268

(209:15)

Spätestens seit ihren beiden letzten bei Roadrunner veröffentlichten Alben gehören OPETH zur Königsklasse der zeitgenössischen Metalszene. Da wird natürlich auch das erste Label der Band wieder hellhörig und fasst die drei ersten Alben in einem „The Candlelight Years“ betitelten Drei-CD-Set zusammen.

Dabei enthält schon das Debüt „Orchid“ brillante, minutenlange Akustikgitarren-Passagen und Piano-Breaks, die den allerdings etwas angestaubt klingenden Death-Metal-Sound im Endresultat nur etwas origineller verpacken. Das Konzept ist angelegt, doch OPETH wirken noch zu steif und unerfahren.

Wesentlich reifer erscheint „Morningrise“. Die Band spielt knackiger zusammen, die Riffs sind origineller und vor allem eingängiger. Die ersten psychedelischen Soundexperimente verbinden die Songfragmente, und wäre da nicht der typische Death-Metal-Sound mit seinen (während der ruhigen Stellen nervenden) klackernden Drums, könnte man schon von einem kleinen Klassiker sprechen.

OPETH wechseln konsequenterweise den Producer und legen mit „My Arms Your Hearse“ ein noch stärkeres Album vor. Hier stimmt einfach alles. Die Death-Metal-Klischees bleiben nun völlig außen vor, die Riffs rocken wie Sau, und die Band lebt ihre musikalischen Fähigkeiten völlig frei aus. Die Kompositionen sind durchdachter und mit viel Fantasie abgemischt. Klanglich erreicht man eine hervorragende Wärme und Dichte, bei der die ruhigen Teile endlich ins Gesamtkonzept eingebettet sind. Vieles geht fließend ineinander über, und es gelingt ein durchgehend harmonisches Album, das man gerne in einem Stück durchhört. Hier gibt´s mit ´Circle Of The Tyrants´ (Celtic Frost) und ´Remember Tomorrow´ (Iron Maiden) auch zwei schöne Bonustracks.

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