Review

Reviews 9.0

OPETH

Ghost Reveries

Ausgabe: RH 220

(66:51)

Kaum zu glauben, aber OPETH haben sich erneut gesteigert. Das begnadete Quintett um Chefdenker Mikael Akerfeldt hat es geschafft, die besten Elemente des letzten Doppelschlages „Deliverance“/„Damnation“ zu bündeln und sich in Form ihres bisher organischsten Albums „Ghost Reveries“ abermals neu zu erfinden. Intelligenter kann man Death- und Prog-Elemente einfach nicht kombinieren und so Fans von Morbid Angel bis Pink Floyd gleichermaßen glücklich machen. Unglaublich, wie leicht Akerfeldt wieder mal zwischen tiefsten Growls und butterweichen Melodien wechselt. Die beiden jeweils knapp elfminütigen Auftaktsongs ´Ghost Of Perdition´ und ´The Baying Of The Hounds´ sind trotz ihrer Länge Musterbeispiele für fesselndes, vielfältiges Songwriting. Hier ergänzen sich knallige Nackenbrecher-Riffs und wunderschöne Akustikparts auf nahezu perfekte Weise. Die breaklastigen Grooves in ´Reverie/Harlequin Forest´ hätten Tool nicht besser hinbekommen, und auch Porcupine Tree sind auf „Ghost Reveries“ nach wie vor präsent, obwohl Steven Wilson erstmals seit drei Scheiben nicht an den Reglern saß.

Insgesamt klingen OPETH inzwischen etwas weniger düster, und Neu-Keyboarder Per Wiberg (ex-Spiritual-Beggars) fügt dem Sound der Band eine recht spacige Sixties-Psychedelic-Komponente (´Beneath The Mire´ oder ´Atonement´) hinzu. Überhaupt wird der Härtegrad im Mittelteil der Scheibe deutlich zurückgenommen (´Hours Of Wealth´!), um dann gegen Ende mit dem erneut überlangen ´The Grand Conjuration´ doch noch mal ein furioses Comeback zu starten.

Ein atemberaubend intensives Musik-Abenteuer dieser nach wie vor einzigartig genialen Band!

Autor:
Mike Borrink
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