Review

Reviews 8.0

ONCE I SAW A GHOST

Architects Demise

Ausgabe: RH 322

Noisehead (36:06)

Okay, die Metalcore/Deathcore-Spielwiese gehört von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht zu meinen bevorzugten musikalischen Terrains. Zu schematisch und oftmals - sogar für meinen Geschmack - zu stumpf. ONCE I SAW A GHOST aus Gießen haben allerdings das Zeug zur Ausnahme. Auf seinem Debütalbum verbindet der Fünfer brutalst massive Breakdowns mit zackig vorwärts peitschendem Riffing und entfesseltem Gesang zwischen Aggro-Screams, Hardcore-Gebell und heiseren Pig-Squeals zu durch die Bank mitreißenden Songs. Und das, obwohl nicht nur straight geradeaus gewütet wird, sondern - beispielsweise im bärenstarken ´Recover With A Dying Smile´ - auch völlig relaxt und erstaunlich unsperrig diverse Jazz- und Prog-Parts ins Stahlbetonkorsett eingepasst werden. Klingt zuweilen wie All Shall Perish nach einem proggigen Erweckungserlebnis.

Autor:
Andreas Stappert
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