Review

Reviews 8.0

OMEN

Eternal Black Dawn

Ausgabe: RH 197

(46:06)

OMEN konnten mit "Eternal Black Dawn" nur gewinnen, denn das - vom neuen Sänger Kevin Goocher abgesehen - im selben Line-up eingespielte Vorgängermachwerk "Re-Opening The Gates" (1997) war mit das mieseste Reunion-Album der Musikgeschichte und eigentlich der unwiderrufliche Todesstoß für die ehemaligen Power-Metal-Götter. Schlechter konnte es nicht mehr werden.

Und siehe da: Für die 2003er Scheibe hat man sich an seine eigenen Über-Klassiker "Battle Cry", "Warning Of Danger" und "The Curse" erinnert und versprüht zumindest in den besten Momenten (´1000 Year Reign´, ´King Of The Seven Seas´, der Titelsong) das Feeling der Achtziger-OMEN. Klar, die songschreiberische Klasse der Ur-Inkarnation hat man nicht mehr, und trotz seines unbestreitbaren Könnens ist Herr Goocher auch kein zweiter J.D. Kimball. Dennoch gehört man in der jetzigen Form eindeutig zur besseren Szene-Hälfte und stellt seine Daseinsberechtigung unter Beweis.

Lediglich das Alte-Klassiker-Medley ´The Specter Of Battles Past´, mit dem man "Eternal Black Dawn" beschließt, hätte echt nicht sein müssen. Das riecht zum einen zu sehr nach alten, von der Vergangenheit zehrenden Männern, und zum anderen kann man die Jahrhundert-Granaten ´Make Me Your King´, ´Dragon´s Breath´ und ´Die By The Blade´ eh nicht mehr verbessern.

Autor:
Boris Kaiser
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