Review

Reviews 9.0

NOFX

Wolves In Wolves´ Clothing

Ausgabe: RH 229

(46:27)

'I´m not here to entertain you, I´m not your clown, I´m your dealer and I´m holdin´ three bindles of bullshit.' Fat Mike macht gleich in den ersten Zeilen des Openers ´60 %´ klar, wohin die Reise geht. Im Wolfspelz erwartet uns kein hohlhirniger Kindergarten-Punk und auch kein feingeistig verklausulierter Rotwein-Core, sondern wütend- wuchtige Ohrwurm-Erdbeben mit intellektuaseligen Texten (hossa! - Red.), deren unverkrampft pointierte Sozialkritik selbst die letzten Green-Day-Großtaten wie dahingestotterte Grundschulaufsätze aussehen lässt. Musikalisch gibt´s die übliche, extrem breit gefächerte Vollkelle inklusive Überschall-Nackenbrechern, Ska-Groove-Granaten, in falsche Sicherheit wiegenden Balladen und diesmal auch Bass-Leads (!), Old-School-Punk-Rüpeleien und einigen schrägen Experimenten. Die schrammeligen Hidden Tracks braucht niemand, und das fast völlige Fehlen von Gute-Laune-Mitschunklern (als noch nicht völlig denkbefreiter Ami hat man momentan einfach nicht sonderlich viel zu lachen) dürfte so manchem Fun-Punk die Sicherheitsnadel-Piercings vereitern lassen, Übersongs wie ´USA-holes´, ´Seeing Double At The Triple Rock´, ´The Man I Killed´ oder ´You Will Lose Faith´ lassen aber nicht mal ansatzweise Zweifel daran aufkommen, dass NO FX das Nonplusultra im Punk-Sektor waren, sind und bis zu ihrer hoffentlich noch in weiter Ferne liegenden Auflösung auch bleiben werden. Rülps & Amen!

Autor:
Michael Rensen
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