Review

Reviews 7.5

NOCTURNALIA

Above Below Within

Ausgabe: RH 335

Gaphals/Cargo (39:17)
Ha, mit diesem Review hat mich der Kaiser Boris, Meister des Soundchecks und Gigant des geschliffenen Wortes, aber schön aufs Glatteis geführt. Jagte mir das Label-Info zu „Above Below Within“ mit der blumigen Beschreibung „Mit ihrem zweiten Album haben die schwedischen Psychedelic-Rocker dem künstlerischen Ausdruck noch mehr Wert beigemessen!“ schon einen eiskalten Schauer über den Rücken, so wurde der durch das zweiminütige Piano-Intro ´Vandringen´ noch bestätigt. Scheiße. Da steh´ ich nun, ich armer Tor, und kann dieses Album intellektmäßig unmöglich stemmen. Oder vielleicht doch? Ja, es klappt. Einige Durchläufe später bleibt festzuhalten, dass sich selbst eher schlicht gestrickte Gemüter wie der Verfasser an NOCTURNALIA erfreuen können. Wer auf skandinavischen Vintage-Rock steht, dem der extrem eigenständige, manchmal anklagende Gesang von Fronter Martin (seinen Nachnamen verrät er nicht - spooky!) ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal verleiht, ist bei dem Fünfer nämlich bestens aufgehoben. Zumal sich der Zusatz „Psychedelic Rock“ bei genauerem Hinhören als latenter Blue-Öyster-Cult-Einfluss entpuppt und sich eben nicht in endlosen, lediglich dem Selbstzweck dienenden Space-Jams manifestiert. Es gibt deutlich schlechtere Referenzen.

Autor:
Thomas Kupfer

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