Review

Reviews 7.5

NOCTE OBDUCTA

Totholz - Ein Raunen aus dem Klammwald

Ausgabe: RH 361

MDD/Soulfood (41:41)
Kaum ein halbes Jahr nach ihrem letzten Album veröffentlichen NOCTE OBDUCTA ein neues und drehen wieder allen eine lange Nase, die die darauf gebotene Variation des Bandstils absehen wollten - und sich selbst, denn Rädelsführer Marcel weiß im Vorfeld selbst nie so recht, wohin die Reise gehen wird. Fest steht, „Totholz" ist wieder metallischer als „Mogontiacum", kratzt stellenweise traditionell schwarz und geizt nicht mit skandinavisch klirrenden Melodien. So darf die Scheibe als Übergangswerk verstanden werden, mit dem sich die Mainzer einmal mehr der Nostalgie hingeben und weitaus besser dastehen als viele verkrampfte Retro-Kapellen. Die Songs sind keine bloßen Abziehbilder, sondern spiegeln die exzentrische Handschrift einer der wenigen echten Post-Black-Combos lediglich auf rauerem Papier wider, und die Frage, was auf der nächsten Seite des Buches stehen wird, bleibt spannend.

Autor:
Andreas Schiffmann
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