Review

Reviews 9.0
Death Metal

NILE

Vile Nilotic Rites

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 54:54
Erscheinungsdatum: 01.11.2019
Ausgabe: RH 390

Ehrlich gesagt war NILEs 2007er Album „Ithyphallic“ die letzte Scheibe der Amerikaner, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Was danach kam, reichte zwar immer, um den verdienten Status spielend zu verteidigen, doch die ganz große Begeisterung blieb aus. Mal waren die Songs zu verfrickelt, mal kamen sie bei aller Epik nicht zum Punkt. Wenn man es mit esoterischem Achtsamkeitsgeschwurbel sagen möchte: NILE hatten ihre Mitte verloren. Das ändert sich mit „Vile Nilotic Rites“ grundlegend. Karl Sanders (g./v.) und George Kollias (dr.) haben samt ihrer neuen Sidekicks Brad Parris (b./v.) und Brian Kingsland (g./v.) zu alter Form zurückgefunden. Die drei eröffnenden Tracks ´Long Shadows Of Dread´, ´The Oxford Handbook Of Savage Genocidal Warfare´ und der Titelsong sind knackig arrangierte, für NILE-Verhältnisse straight riffende Knüppelattacken. Das folgende ´Seven Horns Of War´ steht den großen Longtracks der Klassikeralben (man denke an ´Unas, Slayer Of The Gods´) in nichts nach. Eine besondere Freude ist auch die saftige Produktion: Endlich klingen die Gitarren wieder so wunderbar fett und gescoopt wie früher. Dass am Ende mit ´Where Is The Wrathful Sky´, ´The Imperishable Stars Are Sickened´ und ´We Are Cursed´ drei nicht ganz so zwingende Stücke stehen, ist angesichts des grandiosen Rests verschmerzbar.

Autor:
Sebastian Schilling
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