Review

Reviews 8.0
Heavy Metal

NIGHTTRAIN

Hell Central

Label: Domination/recordJet
Dauer: 44:06
Erscheinungsdatum: 28.03.2020
Ausgabe: RH 400

Obwohl es sich bei „Hell Central“ bereits um das dritte Langeisen von NIGHTTRAIN handelt - das erste seit dem 2014er „Seven Sins“ -, hatte ich bislang noch nicht das Vergnügen mit dem Quintett aus Wernau bei Stuttgart, das seine Scheiben in Eigenregie aufnimmt und über das Label von Gitarrist/Produzent Dominik Dauter veröffentlicht. Ob NIGHTTRAIN mit ihren zehn neuen Songs nun „die längst überfällige New Wave Of German Heavy Metal des 21. Jahrhunderts einläuten“, wie die Band im Beipackzettel vollmundig verkündet, oder nicht, ist letztlich schnuppe. Fakt ist, dass die blitzsauber produzierte „Gratwanderung zwischen traditionellen Hymnen und brachial-modernem Riffing“ Spaß macht. Zumal die Schwaben mit etlichen weiteren Pfunden wie dem kernigen, klaren Gesang von Frontmann Kevin Wagner, einer Vielzahl bockstarker Riffs, Soli und Melodien, tollen Gesangslinien mit reichlich Wiedererkennungswert bzw. hohem Mitsingfaktor und last but not least dem Albumcover, das einen totenkopfgesichtigen Fahrkartenkontrolleur im Ed-Repka-Style zeigt, wuchern können. Anders gesagt: Mit diesem Nachtzug steuert man gerne den Hauptbahnhof „südlich des Himmels“ an.

Autor:
Buffo Schnädelbach
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