Review

Reviews 8.5

NIGHTRAGE

Sweet Vengeance

Ausgabe: RH 194

(41:44)

Eigentlich hat Gitarrist Marios Iliopoulos (ex-Exhumation) die melodische Death-Metal-Combo NIGHTRAGE in Griechenland gegründet, doch mittlerweile ist - abgesehen vom griechischen Teilzeit-Schweden Gus G. (Mystic Prophecy, Dream Evil, Firewind) - eine schwedische All-Star-Band daraus geworden. Tompa Lindberg (ex-At-The-Gates plus öchzig Nebenprojekte) und Tom S. Englund (Evergrey) teilen sich die Vocals, während The-Haunted-Drummer Per M. Jensen kräftig Gas gibt.

"Sweet Vengeance" hätte vom Personal her ein herausragendes Album mit Klassiker-Potenzial werden können. Diese Chance wurde jedoch vertan, weil man die ungewöhnliche und hochkarätige Sänger-Kombination überhaupt nicht ausreizte. Man merkt, dass Tom offensichtlich zufällig in das Projekt geraten ist. Außer bei ´Circle Of Pain´ gibt es keine Kommunikation zwischen den beiden Vokalisten, und die cleanen Passagen wirken fast immer erzwungen und aufgesetzt. Schade, denn an der Weltklasse-Instrumentalabteilung - gitarrentechnisch ist die Scheibe ein wahres Lehrwerk! - und dem Songmaterial gibt es sonst nicht viel zu mäkeln.

"Sweet Vengeance" ist also "nur" ein sehr gutes Album, NIGHTRAGE könnten in dieser Besetzung aber viel, viel mehr leisten. Hoffentlich entern sie auch mal Bühnenbretter und bleiben kein Studio-Hybrid.

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