Review

Reviews 8.0

NIGHT DEMON

Darkness Remains

Ausgabe: RH 360

Steamhammer/SPV (38:11)

Das 2015er Full-length-Debüt „Curse Of The Damned“, nach der selbstbetitelten 2012er EP das zweite Lebenszeichen der Ventura-Boys, deren Frontmann Jarvis Leatherby mittlerweile im „Nebenjob“ nicht nur Basser bei Cirith Ungol, sondern auch Sänger (!) bei Jaguar ist, ließ mit seinem positiv penetranten NWOBHM-Worshipping England ´81 wieder aufleben (Matthias so: „War doch nie tot!“) und polierte einem immer dann am nachhaltigsten die Kauleiste, wenn´s Sweet-Savage-like nach vorne peitschte. Auf „Darkness Remains“ reüssieren die „road dogs“, die u.a. bereits mit Raven, Diamond Head und Anvil unterwegs waren und Anfang Juni auf dem Rock Hard Festival aufschlagen werden, nun immer dann am auffälligsten, wenn der Bass wie bei Steve Harris pröttelt und generell Midtempo Masche ist, davon zeugen ´Life On The Run´, ´Dawn Rider´ und ´On Your Own´, vor allem aber mein Album-Fave ´Hallowed Ground´ (nee, nicht Hollow Ground). Besonders schön finde ich neben Rocky (quasi NIGHT DEMONs Eddie), der - wie das Cover zeigt - sogar zu blöd ist, ´nen Kelch Kellerbier (unfiltriert) senkrecht zu halten, zudem die unprätentiöse Produktion der zehn Schoten, mit der man einerseits nicht zwanghaft auf Ultra-Underground macht, die andererseits aber trotzdem so wohltuend „analog“ tönt, dass sie die stilistische Homogenität zu keiner Zeit ad absurdum führt. Don´t you know it´s the night of the demon, muthas?

Autor:
Boris Kaiser

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