Review

Reviews 8.5

NEVERMORE

Dreaming Neon Black

Ausgabe: RH 140

Puh, darauf mußten wir lange warten. X-mal angekündigt, ebenso oft verschoben. Nun liegt der neueste Streich des Seattler Metal-Urgesteins um Mattenkönig Warrel Dane also endlich vor. "Dreaming Neon Black" rückt die erwartete Mischung aus Elementen der ersten beiden Alben rüber, was vor allem diejenigen freuen wird, denen "Politics Of Ecstasy" eine Spur zu hart und in der zweiten Hälfte zu progressiv war. Im wesentlichen ist also alles beim alten geblieben, obwohl man sich beim Titeltrack (erinnert anfangs an Queensryche) ungewohnt experimentell gibt und ein paar Type 0 Negative-mäßige (Gesangs-)Einlagen auftischt, die die gußeiserne Grundlegierung indes nie ernsthaft beschädigen. Ach ja: Der Drumsound ist vielleicht 'ne Spur zu klinisch geraten, drängt die fetten Gitarren aber nicht in den Hintergrund und unterstreicht die unterkühlte, fast schon eisige Atmosphäre, die sich durch das komplette Album zieht. Tracks wie der Opener 'Beyond Within', 'Deconstruction', 'Poison Godmachine' und 'All Play Dead' bieten jedenfalls exakt jene qualitativ hochwertige metallische Breitseite, die man von Seattle's Finest auch erwarten durfte. Damit ist "Dreaming Neon Black" trotz des Fehlens eines wirklich herausragenden Songs - das von einem mitreißenden Chorus getragene 'The Fault Of The Flesh' kommt dem noch am nächsten - der heißeste Anwärter auf die Pole Position dieser Ausgabe.

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