Review

Reviews 9.0

NEUROSIS

The Eye Of Every Storm

Ausgabe: RH 206

(68:54)

NEUROSIS sind eine der ganz wenigen Bands auf der Welt, die brutale Musik mit Spiritualität mischen. Die anfängliche pure Haudrauf-Mentalität wich bei den Männern aus San Francisco von Album zu Album einer wohl komponierten Laut/leise-Dynamik, einer ernsthaften Nachdenklichkeit. Mit "The Eye Of Every Storm" scheint diese Entwicklung abgeschlossen. War das grandiose Vorgängeralbum "A Sun That Never Sets" der Soundtrack zur Apokalypse, so ist vorliegende Platte der Soundtrack zum Tag danach. Steve Van Till brüllt nur noch höchst selten - er singt, verzweifelt und herzergreifend. Die innige, sanftere Seite seiner Stimme passt glänzend, denn "The Eye..." ist die bislang musikalischste Scheibe der Truppe. Manische Songs in Überlänge, stetig wiederholte Melodien in Moll strahlen Hoffnungslosigkeit aus und schieben NEUROSIS mehr und mehr in die Richtung von Bands wie Swans, Godspeed You! Black Emperor und Mogwai.

Schön, aber depressiv machend.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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