Review

Reviews 9,0
Black Metal Death Metal

NECROPHOBIC

Dawn Of The Damned

Label: Century Media/Sony
Dauer: 47:57
Erscheinungsdatum: 09.10.2020
Ausgabe: RH 400

Wer den Werdegang der schwedischen Black/Death-Metaller NECROPHOBIC aufmerksam verfolgt hat, dem wird sofort auffallen, dass sich auf dem neunten Studioalbum „Dawn Of The Damned“ ein paar Dinge geändert haben. Das von Gitarrist Sebastian Ramstedt quasi im Alleingang geschriebene, sehr persönliche Konzeptalbum (mehr dazu im Interview in dieser Ausgabe) beschreitet musikalisch mutige neue Wege, ohne dass die Nordmänner ihren ureigenen Düster-Sound verleugnen. „Dawn Of The Damned“ ist epochaler, progressiver und insgesamt wesentlich detailreicher ausgefallen, insbesondere im Gitarrenbereich. Ramstedt und sein Partner Johan Bergebäck zünden hier ein wahres Feuerwerk an Melodien und Harmonien und schütteln sich ein Weltklasse-Solo nach dem anderen aus dem Ärmel. Das ein wenig an Primordial erinnernde ´Tartarian Winds´ geht dabei ebenso als Höhepunkt durch wie das von Accept (!) inspirierte ´The Shadows´, in dem man für NECROPHOBIC-Verhältnisse mit völlig neuen Rhythmen experimentiert. Der Übersong dieses klasse produzierten Albums ist jedoch ´The Infernal Depths Of Eternity´, eine epochale Hymne, wie sie ein Musiker vielleicht nur einmal im Leben schreibt. Pure Raserei geht einher mit tollen, mitreißenden Melodien und mündet in eines der besten Gitarrensoli der letzten Zeit. Gut möglich, dass NECROPHOBIC mit „Dawn Of The Damned“ ihr Magnum Opus abgeliefert haben, hier passt einfach alles, auch der ausdrucksstarke, fiese Kreischgesang von Anders Strokirk. Kurzum: Hier spielt die Champions League!

Autor:
Patrick Schmidt
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