Review

Reviews 7,5
Progressive

NEAL MORSE

Jesus Christ The Exorcist

Label: Frontiers/Soulfood
Dauer: 110:15
Erscheinungsdatum: 14.06.2019
Ausgabe: RH 386

Die bereits live aufgeführte Progrock-Oper „Jesus Christ The Exorcist“ ist leider schwächer als die grandiosen Scheiben, die sich NEAL MORSE in den letzten Jahren mit seiner Neal Morse Band aus dem Ärmel geschüttelt hat. Das Doppelalbum, stilistisch irgendwo zwischen einer härteren Variante von „Jesus Christ Superstar“, Neals Kirchenkreis-CDs und fluffigem Hardrock angesiedelt, ist nicht nur eine Spur zu pathosschwanger geraten, sondern lässt auch die ganz großen melodischen Momente weitestgehend vermissen. Außerdem zeigt sich hier wieder einmal, dass Neals Stücke nur dann richtig genial sind, wenn er sie selber singt. Frontmänner wie Ted Leonard und Nick D´Virgilio, beides Mikro-Nachfolger von Neal bei Spock´s Beard, wirken immer ein wenig zu weit weg von dem, was Herr Morse mit seinen Kompositionen ausdrücken will. Immerhin gibt´s zwischen den vielen „nur“ guten Stücken ein paar „Na also, geht doch!“-Kracher wie die typischen Morse-Progger ´Gather The People´ und ´Love Has Called My Name´, das prog-metallische ´Jesus´ Temptation´, die Spock´s-Beard/Gentle-Giant-Verbeugung ´The Madman Of The Gadarenes´ oder das zwischendurch fast schon Foo-Fighters-artige ´Better Weather´.

Autor:
Michael Rensen
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