Review

Reviews 8.5

NASTY SAVAGE

Penetration Point

Ausgabe: RH 36

Vorsicht Leute, schließt eure Fernseher weg, Nasty Ronnie is back! Nach ziemlich langer Pause nun endlich der neue Longplayer der Combo mit dem gefährlichsten Arbeitsplatz für jeden Bassisten. Man hat die (Zwangs-) Pause im SAVAGE-Lager offensichtlich ausgiebig fürs Songwriting genutzt, denn die Stücke sind in Sachen Komplexität wirklich kaum zu überbieten. Dies ist ein Lehrstück zum Thema Techno-Thrash. Natürlich muß man diese Platte fünf- bis sechsmal durchhören, ehe man ihre Qualitäten in vollen Zügen genießen kann, aber das soll kein Hindernis für euch sein, diese LP in eure Sammlung aufzunehmen. Klar, dem Mötley Crüe-Fan dreht sich hier der Magen um, denn soviel technisches Können auf einmal verkraftet er nicht, will sagen, Freunde eingängiger Arrangements sollten hiervon die Finger lassen, auch der Fan des straighten Thrash Metal wird mit dieser Scheibe nicht glücklich werden. Der restlichen Käuferschicht, die wenigstens ein bißchen tolerant und nicht nur auf eine Schiene festgefahren ist, kann ich das Album nur wärmstens ans Herz legen. Höhepunkte sind sicherlich die fantastische Schlagzeug-Arbeit, der charismatische Gesang Nasty Ronnies und das Überstück 'Horizertical' auf der B-Seite. Alles in allem ist "Penetration Point" eine starke LP, die mir 8,5 Punkte wert ist, dennoch ist aber "Abstract Reality" noch einen Tick besser...

Autor:
Frank Albrecht
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