Review

Reviews 8.0
Grindcore

NAPALM DEATH

Throes Of Joy In The Jaws Of Defeatism

Label: Century Media/Sony
Dauer: 42:56
Erscheinungsdatum: 18.09.20
Ausgabe: RH 400

Eine Band, die ein gesamtes Genre definiert hat, hätte alles Recht der Welt, sich für den Rest ihres Lebens zu wiederholen. Doch die Grind-Schublade ist eh größer, als man es als Purist wahrhaben will. Bereits die frühe NAPALM DEATH-Triebfeder Mick Harris (dr.) wollte immer über den Tellerrand blicken, was sich schon bald als kalte Industrial-Facette manifestierte. In den Neunzigern fehlte in dieser Hinsicht zuweilen das Gleichgewicht. Retrospektiv hat die Band ihre zu entspannten Alterswerke somit schon vor zweieinhalb Dekaden abgeliefert. 2020 halten NAPALM DEATH die stilistische Offenheit hingegen mit Energie und Geschwindigkeit zusammen. Man muss nicht mal kennen oder mögen, was die Typen auf ihrem 16. Studioalbum neben dem Blast-Gemetzel an Randsportarten in einen Topf werfen (Swans, Joy Division, Cocteau Twins, Killing Joke, Einstürzende Neubauten, Young Gods, The Jesus And Mary Chain...), solange das alles so formidabel brutal verhackstückt wird. Das Gebräu ist absolut einzigartig und wird mit einer atemberaubenden Frische runtergehämmert. Je oller, desto doller!

Autor:
Jan Jaedike
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