Review

Reviews 8.0

NAPALM DEATH

The Code Is Red... Long Live The Code

Ausgabe: RH 216

(45:13)

Wer NAPALM DEATH aufgrund des nicht mehr ganz jugendlichen Alters der Mitglieder oder des zuletzt überdurchschnittlich häufigen Flüchtens in Coverversionen einen Mangel an Energie bzw. Kreativität nachgesagt hat, kriegt mit „The Code Is Red...“ dermaßen eins in die Fresse geklatscht, dass sofort Ruhe im Karton ist. Trotz der üblichen Break-Fülle gehen die Napalms 2005 überwiegend straight zur Sache, und man wundert sich immer wieder, aus welchem Ärmel sich die Band nach über 20 Jahren noch dermaßene Killer-Riffs zieht. Parallel hat das Quartett wieder einen genaueren Blick für kompositorische Details entwickelt. Speziell Bassist Shane Embury kann sein Faible für noisig-sperrige Gitarrenwälle in diversen Songs ausleben. Das geht jedoch anders als in den Neunzigern nicht auf Kosten von Durchschlagskraft und Tempo. Einzig ´Morale´ kriecht beklemmend böse aus den Boxen. Fronter Barney brilliert auf höchstem Grunz-Niveau und liefert die besten Death-Grunts seiner Karriere ab.

Ein Extra-Schmankerl sind die drei Gast-Schreihälse: Jeff Walker (Carcass) und Jamey Hatebreed fügen sich gut in den Napalm-Sound ein, Jello Biafras Schneidbrenner-Stimme setzt auf ´The Great And The Good´ hingegen ganz neue und extrem coole Akzente.

Autor:
Jan Jaedike
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