Review

Reviews 9.0

NAPALM DEATH

Order Of The Leech

Ausgabe: RH 186

Die selbsternannten Feinde des Musik-Business lassen wieder den Knüppel aus dem Sack. Im direkten Vergleich zum Vorgänger klingt „Order Of The Leech“ etwas weniger straight. Viehisches Geholze gibt es dennoch in jedem (!) Song zu hören, allerdings pendeln die Riffs von Pintado und Harris mitunter in hektisch-psychedelischen Sphären. ´Forced To Fear´ ist ein dicker Hassbrocken, der zunächst eher sperrig wirkt, aber in eine atemberaubende Knüppelorgie mündet. Blast-Kracher wie ´To Lower Yourself´ zünden sofort beim ersten Durchlauf und bei ´Lowest Common Denominator´ (erinnert an Unseen Terror) kriecht der Geist von Shane Embury höchstpersönlich aus dem CD-Schacht. Ratio hin oder her: NAPALM DEATH wird in erster Linie mit dem Arsch gefühlt. Und die Altmeister des Grind machen nicht die geringsten Anstalten, kürzer zu treten. Ganz im Gegenteil. Hier scheppert, kracht und böllert es in einer Tour. „From Enslavement...“ steht da genauso Pate wie „Utopia Banished“; Hauptsache, schnell und heftig in die Kauleiste.

Barneys Wechselgesang wirkt besessen, und seine Hintermannschaft hackt und trümmert sich auf hohem spielerischem Niveau durch die CD. Diese ist, besonders was den Schlagzeugsound angeht, noch besser als „Enemies...“ produziert. Daumen hoch, Birmingham. Stark!

Autor:
Volkmar Weber
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