Review

Reviews 8.0

N-FACTOR

Winter In Deutschland

Ausgabe: RH 81

N-Factor sind etabliert. Mit nur zwei Platten schossen sich die vier Bielefelder an die Spitze der deutschen Crossover-Szene. Laut Plattenfirmen-Info heißt ihre Schublade "Raggamaffin-Metal-Noise-Funk-Rock-Rap". Drauf geschissen! Nicht so auf das neuste Ebalorat "Winter In Deutschland". Inhaltlich geht es um das neue Klima im Lande. Nach längerem Aufenthalt im warmen Portugal kamen N-Factor im Sommer 93' nach Deutschland zurück, und sahen sich nicht nur temperaturbedingten sondern auch politischen Veränderungen ausgesetzt, die sie an Winter erinnerten. Musikalisch führt man den bereits auf dem letzten Album "Paradigmashift" eingeschlagenden Weg von Dancefloor UND Rock Hard-Kompatibilität konsequent fort. Echte Gitarrenkracher wie 'Age of Chaos' oder 'Pirates' wechseln sich mit starken Grooves wie 'Have Mercy' und 'Eclipse Of My Mind'. Aber N-Factor reißen nicht nur das alte, erfolgreiche Schema runter, sondern gehen weiter. So fließen plötzlich einige Jazz-Elemente mit ein, Saxophone und Trompeten ('Barrio Freeestyle'), und auf 'Innocent But Guilty' spielt Holger Czukay (meine Generation wird ihn noch CANnen) Waldhorn. Alles in allem gelungen, und ich kenne einige, die sich in den nächsten Wochen mit N-Factor im Ohr auf den Frühling freuen.

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