Review

Reviews 8.5

MY DYING BRIDE

A Map Of All Our Failures

Ausgabe: RH 306

Peaceville/Edel (63:50)

Nach dem gleichermaßen gelungenen wie verwirrenden „Evinta“-Experiment ist „A Map Of All Our Failures“ wieder durch und durch ein „richtiges“ Braut-Album. Will meinen, die Gitarren braten breitwandig in altbekannt melancholischer Manier, die Geige schluchzt, dass es eine wahre Pracht ist, und Geschichtenerzähler Aaron Stainthorpe bringt mit einschmeichelnd traurigem Tonfall selbst Granitbrocken zum Flennen. Der Einstieg mit ´Kneel Till Doomsday´ ist grandios. Friedhofsglocken, ein feierlich-fettes Begräbnis-Riff und ein Song, der langsam stampfend immer mehr Fahrt aufnimmt. Da walzt quasi ein ganzer Trupp Sargträger bei Nieselregen und grauem Himmel über den nebelverhangenen Gottesacker. Mit ´The Poorest Waltz´ folgt der überraschendste Song der Platte. Nähme man hier die typischen Bride-Gitarren weg, bliebe im Prinzip das Gerüst eines - wunderschönen - Popsongs übrig. Der Rest ist typischer Trauerweiden-Doom auf hohem Niveau, aus dem in der zweiten Hälfte das episch breit angelegte ´Hail Odysseus´ herausragt. Möwengeschrei, Meeresrauschen und knarzende Schiffsplanken inklusive.

Autor:
Andreas Stappert

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