Review

Reviews 8.0
Alternative Progressive

MOTORPSYCHO

The Crucible

Label: Stickman/Soulfood
Dauer: 40:31
Ausgabe: RH 382

Das 26. MOTORPSYCHO-Studioalbum kommt ein bisschen so rüber wie das (doppelt so lange) Vorgängerfabelwerk „The Tower“ ohne die Sixties-Hippie-Ohrwürmer. „The Crucible“ ist von vorne bis hinten anspruchsvoller, aber nie verkopfter Progrock und klingt oft, als würden drei Jeansjacken-Rüpel 1973 mit feinstaubigen Uralt-Mopeds durch eine gemeinsame Jam-Session von Yes und King Crimson brettern. Beim Opener ´Psychotzar´ sind die Motoren noch nicht ganz warmgelaufen, doch wenn sich im nachfolgenden Elfminüter ´Lux Aeterna´ noisiger Avantgarde-Jazz zwischen wunderschönen Psychedelic-Zartheiten verkeilt, werden in den Ohren die ersten Freudenfeuerwerke gezündet. Danach zeigt ´The Crucible´ 21 Minuten lang, wie ein garagigerer fünfter Longtrack auf „Tales From Topographic Oceans“ hätte klingen können. Tja, und anschließend ist einfach Schluss. Reicht aber auch, denn diese Scheibe bietet Kreativfutterkonzentrat, mit dem man sich noch monatelang intensiv auseinandersetzen kann.

Autor:
Michael Rensen
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