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MORBID ANGEL

Altars Of Madness

Überdrüber-Perfektionist Trey Azagthoth zog die eigentliche Debüt-Scheibe der morbiden Florida-Engel, „Abominations Of Desolation“ (1986), unbegreiflicherweise zurück, weil er nicht damit zufrieden war. (Außer ihm hat wohl niemand etwas daran auszusetzen gehabt.) Den damaligen Produzenten und politischen Querschläger David Vincent nahm er jedoch als Bassisten/Sänger in die Band auf. Vincent wiederum brachte von Terrorizer (dort werkelte bekanntlich auch Napalm Deaths Jesse Pintado) Wunder-Trommler und Blast-Gott Pete Sandoval mit. Auf diese drei Säulen stützt sich „Altars Of Madness“, das Death Metal-Gegenstück zu „Reign In Blood“.

Damals ging es bei MORBID ANGEL noch um das ekstatische Zelebrieren von Speed und Brutalität, was aufgrund der Klasse der Musiker (nicht zu vergessen: der zweite Gitarrist Richard Brunelle) aber nie ins Zügellose und Unkontrollierte entglitt. Das erkannte auch Scheffe Stratmann, der bei der „Thy Kingdom Come“-Single noch auf die Barrikaden geklettert war und vor MORBID ANGEL warnte, später Trey jedoch auf das Cover des RH-Death Metal-Sonderhefts hievte.

Die absoluten Klassiker auf „Altars Of Madness“ sind ´Immortal Rites´ und ´Chapel Of Ghouls´, die beide beispielhaft dezent mit Synth-Klängen angereichert wurden. Die allgegenwärtigen, unbeschreiblichen Soli, Klangcollagen und Gitarren-Zaubereien von Trey (er fasst das alles unter dem Begriff „Lava“ zusammen - hä?!), muss man wohl nicht näher erläutern...

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