Review

Reviews 8.0

MOONSORROW

Varjoina Kuljemme Kuolleiden Maassa

Ausgabe: RH 286

Drakkar/Sony (61:10)

Spätestens seit „Verisäkeet“, dem 2005er Album, weiß es nicht nur das heimatliche Finnland, sondern die ganze Welt: Hässliche Entlein wie Finntroll, Turisas und Ensiferum, allesamt pubertäre Quälgeister, haben einen schönen Verwandten namens MOONSORROW, der sich mittlerweile als erwachsener, stattlicher Mann präsentiert. Wem die an anderer Stelle besprochenen Doomsword nicht genug Bathory-Huldigung sind, möge bei „Varjoina Kuljemme Kuolleiden Maassa“ („As Shadows We Walk In The Land Of The Dead“) zugreifen: Vier Songs zwischen knapp zwölf und gut 16 Minuten sowie drei kurze Intermezzi sind - einmal mehr - vertonte Epik zwischen weitem Land und rauer See, Himmel und Hölle, Leben und Tod. Ville und Henri, die beiden Sorvali-Brüder an Gitarre, Bass, Gesang und Keyboards, verlässt selten der Mut zum Maximum: Auf einem nach wie vor black-metallischen Fundament bauen sie Ton für Ton ihre repetitiven Pagan-Hymnen, die kaum einen Anfang, kaum ein Ende kennen und deren Farbtupfer - berauschende Gitarrenharmonien, stimmige Samples, versteckte Klein- und Kleinstmelodien - selbst ADHS-Aktionisten unentwegt bei der Stange halten. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: ´Kuolleiden Maa´, der letzte und auch dunkelste Song dieser Platte, taugt hervorragend als Anspieltipp.

Autor:
Boris Kaiser

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