Review

Reviews 9.5

METAL CHURCH

Hanging In The Balance

Ausgabe: RH 81

Zunächst war die neue METAL CHURCH-Scheibe nur als Japan-Import zu haben, nachdem die wohl unterbewertetste Band aller Zeiten (fast noch untertrieben...) von der US-Abteilung ihres Labels Sony Music vor die Tür gesetzt worden war. Obwohl bislang jedes METAL CHURCH-Album ein Klassiker für sich gewesen ist (wenn auch zugegebenermaßen besonders das '84er Debüt "Metal Church" herausstach) und Musiker wie Metallica vor der Band auf die Knie fallen, werden die Jungs von Jahr zu Jahr mehr vom Pech verfolgt. Statt aufzugeben, was wahrscheinlich 99 Prozent aller anderen Combos getan hätten, kämpfen METAL CHURCH jedoch nach wie vor verbissen um ihren eigenen kleinen Marktanteil. Und auch "Hanging In The Balance" ist, wie nicht anders zu erwarten war, ein Leckerbissen für jeden echten Headbanger geworden. Zwar ist die Produktion des neuen Longplayers nicht ganz so stark ausgefallen wie die seiner vier Vorgänger - aber das ist wohl kaum verwunderlich angesichts oben beschriebener Zustände, die natürlich ein gigantisches Loch in die Bandkasse gerissen haben. Trotzdem sind METAL CHURCH - allen voran Schlagzeuggott Kirk Arrington und die beiden Mega-Gitarristen John Marshall und Craig Wells (DAS sind Riffs!) - spielerisch gut genug, um auch mit dem kleinsten Studio-Budget ein Superalbum hinzulegen. Granaten wie 'Gods Of Second Chance', 'A Subtle War', 'No Friend Of Mine' oder 'Conductor' sind der eindeutige Beweis und an wahrer Metal-Power und Spielfreude kaum noch zu übertreffen. Ihr haltet mich für übergeschnappt und hoffnungslos verblendet? Mag sein, aber eine Band wie METAL CHURCH beweist, daß die "guten alten Zeiten" noch längst nicht vorbei sind. Alle Möchtegern-Metaller, die dieser Göttercombo im Wege stehen: VERPISST EUCH!

Autor:
Götz Kühnemund
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