Review

Reviews 9.0

MERCYFUL FATE

Time

Ausgabe: RH 90

"Time" ist Album numero zwo seit der MERCYFUL FATE-Reunion, und wie auch der Vorgänger "In The Shadows" berührt mich dieses Scheibchen nicht mehr so stark wie seinerzeit "Melissa" oder "Don't Break The Oath", von denen ich so ergriffen war, daß ich mir in meinem jugendlichen Leichtsinn - inspiriert von den Lyrics - erst mal ein umgedrehtes Kreuz um den Hals gehängt und wochenlang nichts anderes mehr gehört habe. Aber dieses Phänomen ist wohl altersbedingt. Nüchtern betrachtet, ist "Time" keinen Deut schlechter als MF-Werke aus den Mittachtzigern. Vor allem musikalisch haben der King und seine Schergen immer noch etliches zu bieten - und das in ihrem typisch unverwechselbaren Stil, mit allen üblichen Trademarks des MF-Sounds: zahlreiche, einzigartige Breaks, finstere Chöre, klassische und orientalische Instrumente. Dazu schreit und jammert sich der King durch seine (leider nicht mehr ganz so) blasphemischen Texte, um im nächsten Moment süßlich zu singen, priestermäßig zu schimpfen (what's that? - Red.) oder hämisch zu lachen. Seine Band liefert dazu den passenden Soundtrack, der natürlich auf hohem technischen Niveau steht und zahlreiche Überraschungen in sich birgt. Da von den elf Songs - abgesehen von dem etwas arg verschachtelten 'Castillo Del Mortes' - keiner als Ausfall zu bezeichnen ist, haben sich MERCYFUL FATE erneut fette neun Punkte verdient. Diese Band ist und bleibt einzigartig.

Autor:
Frank Albrecht

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