Review

Reviews 8.0
Death Metal

MEMORIAM

To The End

Label: Reaper/Universal
Dauer: 44:46
Erscheinungsdatum: 26.03.21
Ausgabe: RH 406

Ein so hohes Veröffentlichungstempo wie MEMORIAM muss man erst mal vorlegen. „To The End“ ist das vierte Album in vier Jahren und hält durchaus den selbst auferlegten hohen Standard. Dass dabei nicht alle Songs Death-Metal-Champions-League-Format erreichen, ist logisch, aber das Quartett um Ex-Bolt-Thrower-Kehle Karl Willetts klingt frisch und hungrig, das hört man „To The End“ von vorne bis hinten an. Die neuen Songs klingen insgesamt abwechslungsreicher und mutiger, gerade was das Tempo betrifft. Ob´s an Neu-Drummer Spikey (der auch bei den kultigen Sacrilege trommelt) liegt, sei dahingestellt, jedenfalls unterscheiden sich die Songs auf „To The End“ deutlicher voneinander als noch auf den Vorgängern. Doomig-Schleppendes wie ´Each Step (One Closer To The Grave)´ gibt sich die Hand mit Groovigem (´No Effect´), und natürlich gibt´s auch reichlich Material, das an Willetts ehemalige Band erinnert (´Onwards Into Battle´). Bei ´Mass Psychosis´ jongliert man gar mit Industrial-Vibes, während der düstere Rausschmeißer ´As My Heart Grows Cold´ episches Format hat. Es scheint, als treten MEMORIAM nun endgültig aus dem Schatten von Bolt Thrower heraus, jedenfalls ist „To The End“ definitiv kein Nummer-sicher-Album, sondern viel eher ein inspirierender Befreiungsschlag.

Autor:
Patrick Schmidt
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