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Folk Metal Rotzrock

ME AND THAT MAN

New Man, New Songs, Same Shit Vol. I

Label: Napalm/Universal
Dauer: 38:28
Erscheinungsdatum: 27.03.2020
Ausgabe: RH 395

Man kann von Behemoths Adam „Nergal“ Darski halten, was man will, und auch seine Idee, namhafte Metal-Stars einzuladen, um ein Album aufzunehmen, das alles andere als Heavy Metal ist, kann einen gerne unbeeindruckt lassen; wichtig ist, dass man sich „New Man, New Songs...“ ganz einfach und unvoreingenommen anhört, vielleicht bei einem Glas Whisk(e)y oder während man einen einsamen Highway runterdampft. (Wir stehen hier nur auf der Scheiß-B1 im Stau... - Red.) Denn: Auch wenn nicht Nergal, sondern ein unbekannter polnischer Straßenmusiker die Songs eingespielt hätte und die Vielzahl an SängerInnen auf dieser Scheibe unbeschriebene Blätter wären, bleibt die Musik unschlagbar gut und voller Hit- und Ohrwurmpotenzial.

Der dreckige, verruchte Rotzrock-Opener 'Run With The Devil' (feat. Jørgen Munkeby von Shining NO), das urromantische, tief melancholische und Nick-Cave-ige 'Coming Home' mit Madrugadas (!) Sivert Høyem oder das verspielte Country-Duett des Liebespaars Nicke Andersson (The Hellacopters) und Johanna Sadonis (Lucifer) können genauso überzeugen wie Matt Heafy (Trivium) und Rob Caggiano (Volbeat) als „lonely cowboys“ in 'You Will Be Mine' bzw. 'Surrender' oder die abgründigen Düster-Nummern mit Romes Jerome Reuter ('Man Of The Cross') oder Shinings Niklas Kvarforth ('Confession'). Besonders ergreifend ist Ihsahns gesangliche Leistung in 'By The River': Die Rauheit und Emotion in seiner Stimme wirken unglaublich ehrlich, mit- wie auch zerreißend, sodass - im Zusammenspiel mit dem Solo - eine Gänsehaut die nächste jagt und man anschließend nicht mehr weiß, wo oben und unten ist.

Diese ganze Dark-Folk/Bluesrock/Country-Platte lebt einfach von Emotionen, von unterschiedlichen Stimmungen und Vibes zwischen Verzerrung und Akustik, von frischen Kontrasten, von grandiosen künstlerischen Leistungen mit Herz, sodass es kurzum einfach großen Spaß macht, zuzuhören - immer und immer wieder. Um es mit den Worten eines guten Freundes abzuschließen: Geil, aber tiefsinnig, weißte?

Autor:
Mandy Malon
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