Review

Reviews 7.5

MAYHEM

Wolf's Lair Abyss

Ausgabe: RH 128

Wohl kaum eine Black Metal-Band hat so für Schlagzeilen gesorgt wie die norwegischen Initiatoren MAYHEM. Erst der Selbstmord (Ex-Sänger Dead) und die sagenhafte Geschichte mit den Schädelstückchen als Postsendung, dann der Mord an Mastermind und Szenegröße Euronymous: Aus einer guten, aber weitgehend unspektakulären Black Metal-Band wurde ein Mythos. Nun aber zeigt das Quartett Hellhammer, Necrobutcher, Blasphemer und Maniac eindrucksvoll, daß es wegen seiner Musik zu den Ausnahme-Erscheinungen des Black Metal der 90er gehört. Black Metal ist laut MAYHEM'scher Philosophie eine durchaus häßliche, bitterernste, dreckige Sache. So brutal und hundsgemein holzen nur wenige Bands. Und Maniac entpuppt sich als einer der abgedrehtesten Shouter der Szene. Eklig, evil, voller zerreißender Spannung, meist in hoher Geschwindigkeit mit kernig-simplen Riffs und klatschfett produziert jagen die Nordländer durch fünf Songs bzw. 25 Minuten. Und das Schönste: Bald gibt's einen neuen Longplayer.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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