Review

Reviews 5.0

MAYHEM

Ordo Ad Chao

Ausgabe: RH 241

Season Of Mist/Soulfood (40:51)

Zwar gilt „De Mysteriis Dom Sathanas", das ´93er Albumdebüt der kranken Bande, als eine der wichtigsten Black-Metal-Veröffentlichungen aller Zeiten, aber um es klar zu sagen: Frontmann Attila Csihar war der deutliche Schwachpunkt der Platte. Mit einem starken Fronter wäre der Longplayer ein echtes Monster geworden. Nun, fast 15 Jahre danach, muss man Csihars kraftloses Knurren und Krächzen erneut auf einer MAYHEM-Scheibe erdulden. Allerdings ist es nicht der Ungar alleine, der „Ordo Ad Chao" ins Mittelmaß zieht. Im Gegenteil: Auch mit dem geisteskranken Gekreische des Dummpsychopathen Maniac wäre das Album nicht zu retten gewesen. MAYHEM verwechseln Chaos, Negativität und Schwerverdaulichkeit mit gleichförmiger Beliebigkeit. Keines der Stücke lässt das Blut gefrieren und strahlt echte Bedrohlichkeit aus. Der Wahnsinn ist zum durchschaubaren, zahnlosen Kumpel verkommen, die blasphemische Ader der Band trocknet aus und lässt nur noch Schultern zucken. Die norwegisch-ungarische Allianz ist obsolet. Im Black Metal spielt die Musik woanders.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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