Review

Reviews 8.5

MAYHEM

Mediolanum Capta Est

Ausgabe: RH 147

Bis zum Erbrechen sind von der norwegischen Black Metal-Legende MAYHEM Live-Bootlegs veröffentlicht worden, fast alle mit miesem Staubsaugersound. Jetzt aber liegt das zweite offizielle Live-Album der Holzhackercombo vor, erneut unter dem Avantgarde-Banner. Aufgenommen wurde das Teil in Mailand, wo Hellhammer, Necrobutcher und Co. im November vergangenen Jahres einen Gig hinbretterten, der Augen- und Ohrenzeugen zufolge purer Akustikkrieg gewesen sein soll. „Mediolanum Capta Est“ glänzt mit einem überaus fetten Sound, Drums und Klampfen sind im Vergleich zum Video „Live In Bischofswerda“ deutlich besser abgemischt und rasen richtig schön räudig und fies aus den Boxen. Auch die Songauswahl ist fürstlich asozial: Alte Brecher wie 'Deathcrush' oder 'Chainsaw Gutsfuck' (dieses Stück widmete Maniac dem Papst) stehen neben jüngeren Highlights wie 'Fall Of Seraphs' oder dem überragenden 'Ancient Skin'. Überraschung: Für 'From The Dark Past' holte Fronter Maniac seinen Vorgänger Attila Csihar ans Mikro, der einst das Album „De Mysteriis Dom Sathanas“ eingesungen hatte. Welch ein perverses Gekreische und Geröhre im Duett! Ein einziger, minimaler Kritikpunkt trübt das ansonsten mörderische Album: Ich hätte ja gern noch das Stück 'Funeral Fog' gehört, „gesungen“ von Attila...

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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