Review

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MAYHEM

European Legions

Ausgabe: RH 171

Ich verstehe ja, dass die Herren MAYHEM keinen Bock auf Arbeit haben und ausschließlich von ihrer bösen Musik leben wollen. Ich verstehe auch, dass ihr französisches Label ganz gerne die unverschämt viele Kohle irgendwann wieder zurückhaben möchte, mit der es vor zwei Jahren die Band eingekauft hat. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich zwei Livealben im Zeitraum von 18 Monaten tolerieren muss. Zumal ”European Legions” im Vergleich zu ”Mediolanum Capta Est” ein lauer Furz ist.

Lächerliche sieben Live-Songs gibt´s, darunter die unendlich oft strapazierten ´Carnage´, ´Chainsaw Gutsfuck´ und ´Freezing Moon´, deren Gitarren- und Gesangssound zwar fett rüberkommt, dessen Schlagzeugsound dafür aber hundsbeschissen ist.

Knüller dieser Cash-in-Scheibe sind jedoch Rough-Mixes von fünf Stücken der ”Grand Declaration...”-Scheibe. Diese Nummern stellt das Label unter die Rubrik ”So hätte das Album theoretisch auch klingen können”. Da fehlen einem echt die Worte.

Auch wenn total true MAYHEM-Fans in dem Ruf stehen, für jeden Mist Geld auszugeben und deshalb bereits etwa hunderttausend Live-Alben der Truppe besitzen: Diese aktuelle Frechheit sollte in den Ladenregalen verschimmeln. Und tschüss.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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