Review

Reviews 7.0

MAJESTY

Rebels

Ausgabe: RH 358

NoiseArt/Universal (53:43)
Ob MAJESTY-Chef Tarek „Metal Son“ Maghary die ewigen Vergleiche seiner Band mit Manowar wohl noch hören kann? Vermutlich nicht, denn der neueste Output der Baden-Württemberger wirkt wie der Versuch, sich vom Einfluss der einstmals so großartigen True-Metal-Helden aus New York loszusagen. Endzeit-Space-Look, überwiegender Abschied von den Drachen-und-Burgfräulein-Lyrics der Vergangenheit, verstärkter Einsatz von Keyboards - wären da nicht Tareks nach wie vor unverkennbarer Gesang, die bandtypischen Singalong-Refrains, der unvermindert starke Einsatz von Heldenchören und die klassischen True-Metal-Schlagwörter in den Songtiteln („Kings“, „War“, „Iron“ und so...), könnte man „Rebels“ fast schon als MAJESTY 2.0 bezeichnen. Anyway: Die Band bleibt sich treu, behält ihre Trademarks bei, peppt den Sound und das Drumherum aber hier und da ein wenig auf. Das kann beileibe nicht schaden - und den alteingesessenen Fans wird die Platte mit Sicherheit gefallen.

3 Fragen an MAJESTY-Chef Tarek Maghary:

Tarek, 2015 ist Tristan Visser ausgestiegen, der euch fünf Jahre und drei Alben lang als Gitarrist begleitet hat. Der neue Mann an der Axt heißt Emanuel Knorr. Hat sich durch den Besetzungswechsel etwas am Songwriting-Prozess geändert?

»Ich bin bei MAJESTY zwar der Hauptsongwriter, aber trotzdem ist der Prozess diesmal etwas anders gelaufen. Wir hatten nur eine Regel: Es gibt keine Regeln. „Rebels“ ist in musikalischer Hinsicht ein gewaltiger Tritt in den Arsch und textlich eine Ode an die Freiheit. Wir hatten keinen Bock mehr, wie eine Kopie von Bands aus den Achtzigern zu klingen, und haben versucht, auf dem Album unseren eigenen Stil zu finden. Man kann also sagen, wir sind musikalisch endlich angekommen. Die Scheibe klingt genau so, wie ein Metal-Album im Jahr 2017 klingen muss. Emanuel passt perfekt in die MAJESTY-Familie. Seine Gitarrenarbeit ist einfach nur fantastisch. Die Soli und Leads blasen alles weg.«

Mit der Platte verabschiedet ihr euch von Rittern, Drachen und Burgen - und setzt stattdessen auf Sci-Fi/Endzeit. Wie kommt´s?

»Das war eigentlich keine bewusste Veränderung. Dass man für seine Träume und Ziele kämpfen muss, hat in unseren Texten schon immer eine zentrale Rolle gespielt. Dieses Thema kannst du sowohl in einer Fantasywelt unterbringen als auch auf jede andere Zeit beziehen. Wer sich dafür interessiert, welche Message hinter MAJESTY steht, sollte unbedingt auf unserem YouTube-Kanal vorbeischauen. Dort wird es ab Mitte Februar einen Kurzfilm inklusive Musikvideo zu ´Rebels Of Our Time´ geben. Der Film erzählt die Story von jungen Rebellen, die gegen eine allmächtige Weltregierung kämpfen, welche sämtliche Freiheit - sogar unsere geliebte Musik - verboten hat. Der Film drückt die Quintessenz von MAJESTY aus.«

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, dem Promo-Material von „Rebels“ Kondome beizulegen? Ist Nachwuchs von potenziellen Kritikern unerwünscht?

Er lacht: »Quatsch, wir haben nichts gegen Kritiker. MAJESTY wurden schon immer von den einen geliebt und von anderen gehasst. Auf dem Kondom steht „Fuck Like A Rebel“, und genau das sollten manche Kritiker auch mal tun. Anstatt Musik zu Tode zu analysieren, geht lieber auf ein Konzert und habt Spaß. Das Leben ist endlich, also kostet jede Sekunde so gut wie möglich aus! Das Kondom gibt es übrigens auch in der streng limitierten „Rebels“-Box, in der neben dem Album ein „Drink Like A Rebel“-Schnapsglas, eine Flagge, unser Debütalbum mit neuem Artwork und vieles mehr enthalten sein werden. Das wird ein megacooles Package!« (jp)

Autor:
Jens Peters
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